Aktuelles aus unserem Haus

02.11.2018

Einweihung Barrierefreier Innenhof und Sitzecke

Am 30.10. um 15 Uhr wurde mit einer kleinen Feier im Diakonissenhaus ZION die Baumaßnahme zum Barrierefreien Umbau des Innenhofes eingeweiht. Neben der Rollstuhlgerechten Zufahrt, welche vom Aufzug des Haupthauses nun bis in den denkmalgeschützten Park führt, ist noch eine schöne Sitzecke entstanden. Diese kann von Heimbewohnern, Diakonissen und Gästen genutzt werden.

Den symbolischen Schnitt durch ein Band übernahm Helga Dittrich (Senioren und Behindertenbeauftragte des Erzgebirgskreises) gemeinsam mit Schwester Anneliese Tröger (Vorsitzende der Heimbewohnervertretung). Die fast zwei Monate dauernde Baumaßnahme kostete ca. 30.000 €. Davon wurden ca. 24.000 € durch das Investitionsprogramm Barrierefreies Bauen „Lieblingsplätze für alle“ gefördert. Die Planung und die Bauausführung erfolgte durch die Gerlach Haus GmbH aus Dorfchemnitz.

Foto: Bernd PudwilFoto: Bernd PudwilFoto: Bernd Pudwil
25.06.2018

Rückblick Jahresfest und ZION-OPEN-AIR

Ein tolles Jahresfestwochenende liegt hinter uns. Das ZION-OPEN-AIR musste zwar im Haus stattfinden. Das hat aber der Stimmung keinen Abbruch getan. Lutz Scheufler und Ronny Neumann haben mit ihrer guten Musik den ca.100 Gästen einen schönen Abend bereitet.

Am Sonntag hat Lutz Scheufler die Predigt zum Gottesdienst und zur Festversammlung gehalten. Unter dem Thema Zukunftsmusik sprach er über den bekannten Satz: "Himmel und Erde werden vergehen. Meine Worte werden nicht vergehen." Mit klaren Worte machte er deutlich wo wir in der heutigen Zeit Orientierung finden. 

Bei trockenem Wetter konnte die Nachmittagsveranstaltung mit fast 500 Besuchern auf der Parkwiese stattfinden. Im Anschluss herschte reges Treiben bei den verschiedenen Ständen und Angeboten. Für die Kinder gab es ein eigenes Kinderprogramm mit Daniel Seng und eine Spielstraße mit tollen Stationen.

Wir sind sehr dankbar für dieses Wochenende, besonders dass es erst zu regnen begann, als wir mit dem aufräumen fast fertig waren.

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27.06.2017

Jahresfestrückblick

Am vergangenen Wochenende wurde im Diakonissenhaus ZION in Aue das 98. Jahresfest gefeiert. Den Auftakt bildet am Samstagabend ein OPEN-AIR-Konzert auf der Parkwiese mit Jürgen Werth. Der Liedermacher, Buchautor und Journalist war auch der Hauptredner zum Gottesdienst und zur Festversammlung am Sonntag. Ungefähr 500 Gäste nahmen an der Nachmittagsveranstaltung teil, die von umliegenden Posaunenchören und einem Mitarbeiterteam musikalisch mitgestaltet wurde. Bei wunderschönem Wetter ging es um das Thema „Danken tut gut“. Für die Kinder gab es eine Spielstraße und ein extra Kinderprogramm mit Evangelist, Bauchredner und Entertainer Sebastian Rochlitzer. Für die Erwachsenen gab es neben Kaffee und Kuchen ein Glockenspielkonzert, Infoveranstaltungen, Trödelmarkt, Basar sowie Führungen durch das Pflegeheim und die Tagespflege. Alles in allem ein gelungenes Fest mit vielen schönen Begegnungen, so das Fazit vieler Besucher.

Hier finden Sie noch ein paar Fotos von dem Wochenende.

14.01.2017

Einweihung Haus am Floßgraben

Ein Festtag im Diakonissenhaus ZION, Aue!

Die Einweihung des Erweiterungsbaus zum Altenpflegeheim das „Haus am Floßgraben“ wurde mit dem Neujahrsempfang gefeiert.

Musikalische Klänge des Streichquartetts der Philharmonie Aue eröffneten die Feier.

Heimleiter Ralf Günther präsentierte in einem Kurzfilm den Verlauf des Baues, der in nur 399 Tagen vollendet wurde.

Frau Anja Bieber und Carmen Kaden stellten die Tagespflege vor, die nun für 14 Personen eröffnet ist.

In den Grußworten u.a. von Herrn OB Heinrich Kohl, Frau Sozialministerin Barbara Klepsch, Herrn Abgeordneten Christian Brendler und Landesinspektor Matthias Dreßler wurden Dankbarkeit und Ermutigung ausgesprochen. Im „Haus der Geborgenheit“ sollen die Bewohner sich geborgen wissen, das es geschieht, ist eine verpflichtende Aufgabe für alle Mitarbeitenden.

Auf der neuen Brücke vom Haupthaus zum neuen Haus am Floßgraben sprach Herr Pfarrer Schubert Segensworte und Gebet. Das Band zur Eröffnung wurde unter Posaunenklängen von Frau Ministerin Klepsch, Herrn Stadtrat Beck und Heimleiter Ralf Günther durchgeschnitten. Damit wurde das Haus zur Besichtigung freigegeben.

Die großen, hellen Aufenthaltsräume luden ein zu Kaffee und Kuchen.

Es war ein gelungener Festtag. Uns alle erfüllt Dankbarkeit, und wir wünschen den Bewohnern und Pflegerinnen und Pflegern Gottes Segen.

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05.10.2016

Spielplatz ist eröffnet

Nachdem im vergangenen Jahr der alte Holzturm abgerissen werden musste, konnte heute gemeinsam mit vielen Kindern der neue Spielplatz in unserem Park eröffnet werden. Dank einer großen Spende durch die Diakonische Gemeinschaft Zionsring, vieler Einzelspender, einem Zuschuss durch die Stadt Aue und durch die Unterstützung des Deutschen Kinderhilfswerkes gemeinsam mit der Fanta Spielplatzinitiative konnte eine so große Spielanlage wieder aufgebaut werden. Außerdem sind wir dankbar für die gute Zusammenarbeit mit der Firma KOMPAN, welche uns auch noch einen großen Preisnachlass gegegeben hat. Vielen Dank an alle Beteiligten.

Der Spielplatz kann nun von den Freizeitgruppen in ZION aber natürlich auch von allen anderen Kindern des Wohngebietes genutzt werden.

Foto: Uwe ZenkerFoto: Uwe ZenkerFoto: Uwe Zenker
08.08.2016

Vielen Dank für viele Stimmen !!!

Dank Eurer Hilfe haben wir es geschafft und sind bei der Fanta-Spielplatzinitiative auf Platz 82 gekommen. Damit bekommen wir einen Zuschuss in Höhe von 1.000 €.
Durch eine große Spende der Diakonischen Gemeinschaft Zionsring und durch zahlreiche weitere Spenden kann nun noch in diesem Jahr eine große Spielanlage aufgebaut werden.

27.06.2016

Jahresfest Rückblick

Ein tolles Jahresfestwochenende liegt hinter uns. Es war sehr schön mit so vielen zusammen zu feiern. Ein paar Bilder gibt es hier.

In einer Woche werden wir auch noch die Predigten als MP3 zum Download zur Verfügung stellen.

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08.01.2016

Essen auf Rädern jetzt auch am Wochenende

Aufgrund der hohen Nachfrage bietet der Ambulante Pflegdienst ZION, ab dem 23.01.2016 das hauseigene Essen auf Rädern nun auch an den Wochenenden an.

Unsere Liefergebiete sind Aue, Lauter, Schneeberg, Bad Schlema und Lößnitz, sowie auf Anfrage Schwarzenberg.

Einen Menüplan und die Kosten erfragen Sie bitte bei der Pflegedienstleitung unter 03771-274107 oder per Mail ambulante-pflege@zion.de.

 

26.11.2015

Palliprojekt - Zu guter Letzt

Die Zeitung "Der Sonntag" hat über unser Palliprojekt einen Artikel veröffentlicht. Sie können diesen Artikel hier lesen. ZUM ARTIKEL

06.09.2015

ZION feiert Glockenspieljubiläum

Weithin sichtbar leuchten die 17 weißen Glocken des Meißener Porzellanglockenspiels vom Diakonissenhaus ZION in Aue. In der Kreuz-Gestalt der ausgebreiteten Arme Jesu Christi laden sie ein, stille zu stehen und ihrem hellen Klang zu lauschen.

Dies geschah am Sonntag, den 6.9.2015 bei zahlreichen fröhlichen und besinnlichen Melodien zusammen mit dem Posaunenchor der Alberoaer Landeskirchlichen Gemeinschaft. Erstmals wurden Musikstücke präsentiert, bei denen das Glockenspiel per Hand life im Wechsel mit den Bläsern gespielt wurden. Im Rahmen des Programms zum 25-jährigen Jubiläum erfuhren die ca. 80 Besucher Interessantes und Kurioses zur Geschichte. Die Hinweise zu Herstellung und Technik dieses besonderen Spiels verursachten manches Aha-Erlebnis. 1990 wurden die Glocken im eigens dafür errichteten Turm installiert. Seitdem erfreut das Glockenspiel täglich um 11.54 Uhr und 17.54 Uhr und sonntags um 9.25 Uhr die Schwestern, Bewohner und Gäste des Diakonissenhauses, sowie die Anwohner der näheren Umgebung.

Nach dem Konzert im Freien freuten sich die Besucher auf heißen Kaffee und Kuchen. Die abschließende Filmvorführung und eine Führung durch das Diakonissenhaus stießen auf lebhaftes Interesse.

Am 4. Oktober um 15.00 Uhr findet das letzte diesjährige Konzert statt, bei dem ca. 20 Minuten das Glockenspiel verschiedenste Stücke spielt.

Dieses Kleinod in unserer Stadt erfreut hoffentlich noch lange die Gäste des Diakonissenhauses ZION und der Stadt Aue.

29.07.2015

Feuerwehrübung im Haus am Floßgraben

Am 28.07.15 gab es in unserem "neuen" Haus am Floßgraben eine Feuerwehrübung. Dazu hatten wir gemeinsam mit der Feuerwehr ein Szenario vorbereitet, bei dem 4 Personen und eine Puppe nach einem Zimmerbrand im 2.OG gerettet werden mussten. Die 4 Probanden waren alle aus ZION und konnten damit einen Einblick bekommen, wie man sich im Brandfall fühlt.
Die Feuerwehrleute setzten verschiedenste Technik ein. So konnte eine Person mit der Drehleiter gerettet werden, eine andere wurde mit Atemschutz außer Haus gebracht. Außerdem wurde an diesem Abend die Notöffnung von Türen geübt und der Umgang mit einem Evakuierungstragetuch. Bei diesem können bettlägerige Personen mit wenig Aufwand von einer einzelnen Person gerettet werden. Dies ist wichtig, wenn in einem Pflegeheim im Ernstfall mit wenig Personal viele Heimbewohner in Sicherheit gebracht werden müssen.

Wir als Diakonissenhaus bedanken uns bei der Feuerwehr Aue und Alberoda für den tollen Abend. Auch wir haben noch Dinge dazu gelernt, damit der Ablauf in einem Brandfall noch besser funktioniert.

Wir beten darum, dass so ein Ernstfall nie eintritt und sich unsere Bewohner im Haus der Geborgenheit sicher fühlen.

Der Bericht der FreienPresse ist zu finden unter:
http://www.freiepresse.de/<wbr></wbr>LOKALES/ERZGEBIRGE/AUE/<wbr></wbr>Uebungseinsatz-in-Aue-<wbr></wbr>Feuerwehr-rettet-fuenf-<wbr></wbr>Menschen-artikel9260416.php

Außerdem hat das Kabeljournal noch einen 2,5 Minutenfilm gedreht hat. Zu finden unter der Überschrift: "Probe gibt Denkanstöße für Ernstfall" unter http://www.kabeljournal.de/<wbr></wbr>index.php?id=nachrichten_kj

Ab morgen gibt es auch hier noch ein paar Fotos.http://zion.de

Foto: Diakonissenhaus ZION RGFoto: Diakonissenhaus ZION RGFoto: Diakonissenhaus ZION RGFoto: Diakonissenhaus ZION RGFoto: Diakonissenhaus ZION RGFoto: Diakonissenhaus ZION RGFoto: Diakonissenhaus ZION RGFoto: Diakonissenhaus ZION RGFoto: Diakonissenhaus ZION SFGFoto: Diakonissenhaus ZION SFGFoto: Diakonissenhaus ZION SFGFoto: Diakonissenhaus ZION SFGFoto: Diakonissenhaus ZION SFGFoto: Diakonissenhaus ZION Bernd PudwillFoto: Diakonissenhaus ZION Bernd PudwillFoto: Diakonissenhaus ZION Bernd PudwillFoto: Diakonissenhaus ZION Bernd PudwillFoto: Diakonissenhaus ZION Bernd PudwillFoto: Diakonissenhaus ZION Bernd PudwillFoto: Diakonissenhaus ZION Bernd PudwillFoto: Diakonissenhaus ZION Bernd PudwillFoto: Diakonissenhaus ZION Bernd PudwillFoto: Diakonissenhaus ZION Bernd Pudwill
28.06.2015

Jahresfest 2015

Ein volles und tolles Jahresfestwochenende haben wir erlebt. Hier gibt es ein paar Fotos.

Foto: S. Annemarie Bertschinger, Diakonissenhaus ZIONFoto: S. Annemarie Bertschinger, Diakonissenhaus ZIONFoto: Uwe ZenkerFoto: Uwe ZenkerFoto: S. Gisela Nowack, Diakonissenhaus ZIONFoto: S. Gisela Nowack, Diakonissenhaus ZIONFoto: S. Annemarie Bertschinger, Diakonissenhaus ZIONFoto: S. Annemarie Bertschinger, Diakonissenhaus ZION
26.05.2015

Pfingstgottesdienst im Zionssaal

Eigentlich sollte der Gottesdienst am Pfingstmontag wie jedes Jahr auf der Wiese stattfinden. Allerdings begann es schon während dem aufbauen der Technik mit regnen. Darum feierten wir den Gottesdienst in diesem Jahr im Zionssaal. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Bläsern, Parkordnern, Grillmeistern und den vielen anderen die mit zu einem gelungenen Gottesdienst beigetragen haben.

12.05.2015

Lehrlingswohnheim übernommen

Am 12.05.2015 wurde das ehemalige Lehrlingswohnheim in der Schneeberger Straße vom Landratsamt an das Diakonissenhaus ZION übergeben. Zuletzt wurde das Haus als Notunterkunft für Asylbewerber genutzt. Diese sind Anfang April ausgezogen.

Das Diakonissenhaus ZION möchte der großen Nachfrage nach Pflegeplätzen besser gerecht werden und plant in dem Haus am Floßgraben 36 zusätzliche Pflegebetten zu schaffen. Außerdem entsteht eine Tagespflege mit 14 Plätzen. Die grundhafte Sanierung des Gebäudes soll bis zum 4. Quartal 2016 abgeschlossen sein. Es werden ca. 20 neue Arbeitsplätze im Bereich der Pflege und Betreuung geschaffen.

12.03.2015

Hospiz in der Grundschule

Im Klassenzimmer bleibt der Tod kein Tabuthema mehr
34 Viertklässler aus Crottendorf setzen sich seit Montag mit Leben und Sterben auseinander. Der Hospizdienst "Zion" aus Aue begleitet sie auf diesem spannenden Weg.

Von Anna Neef
Crottendorf - Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit Kindern über den Tod zu reden? Immer. Davon sind die Frauen des Auer Hospizdiensts "Zion" überzeugt. "Kinder gehen mit dem Thema offener um als Erwachsene", sagt Claudia Orgis. Sie und acht Mitstreiterinnen füllen in Crottendorf eine wahrlich außergewöhnliche Projektwoche mit Leben: "Hospiz macht Schule" - damit befassen sich seit Montag und noch bis morgen 34 Viertklässler.
Isabelle findet das spannend. "Wir reden über Sachen, die man sonst nicht erzählt", sagt das Mädchen. Ein bissel komisch sei das schon. Aber nicht schlimm. Der Tod gehört zum Kreislauf des Lebens - das ist die Botschaft. "Es geht aber nicht nur ums Sterben", so Orgis. Älterwerden, Krankheiten, Trauer und Trost spielen ebenfalls tragende Rollen in der Projektwoche, die strengen Regeln folgt. Die Hospizdienstlerinnen aus Aue und aus Erlabrunn absolvierten im Vorfeld die nötige Qualifizierung. Entwickelt wurde das Konzept "Hospiz macht Schule" von der Hospizbewegung Düren, dem deutschen Hospiz- und Palliativ-Verband sowie Experten.
Jeder Tag beginnt gemeinsam, ehe sich die Kinder in Gruppen aufteilen. Im kleinen Kreis ist es leichter, sich zu öffnen. Das gelingt den Knirpsen trotz des vermeintlichen Tabuthemas spielend. Fast alle quasseln munter drauf los. Die tote Katze oder der tote Hamster kommen dabei ebenso zur Sprache wie die kranke Oma. Ist es unter der Erde kalt? Wie kommt es, dass Opa in eine Urne passt? Dieser Wissensdurst, ganz unverblümt, mag Erwachsene, die das Thema oft meiden, vielleicht verblüffen. Die Knirpse in Crottendorf aber reden offen darüber. "Das ist wichtig, um es gar nicht erst zum Tabuthema werden zu lassen", sagt Orgis. Nur einmal flossen bisher Tränen, gleich am ersten Tag. "Aber wir konnten das Kind gut auffangen."
Angela Breitfeld, Koordinatorin des Auer Hospizdiensts, bot im Altkreis Aue-Schwarzenberg 15 Grundschulen diese Projektwoche an. "Es gab keine Rückmeldung." Über eine Bekannte erfuhr Ines Rudolph davon. "Ich fand es gut", sagt die Leiterin der Crottendorfer Grundschule. Der Lebenskreislauf samt Tod und Vergänglichkeit seien in der Altersgruppe ohnehin Lehrstoff. "Wir informierten die Eltern übers Projekt, sie waren einverstanden", so Rudolph, die froh ist, dass alle den Mut dazu hatten. "Die Kinder gehen unvoreingenommen ran. Und die Frauen machen das klasse."
Auch Damaris erzählt und stellt viele Fragen. Sie berichtet vom Tod dreier Katzen, die die Haustiere der Familie waren. "Die Erinnerung an die Katzen macht mich schon traurig. Aber es hilft auch, mal drüber zu reden", sagt das Mädchen. "Und ich fühle mich hier geborgen." Dass Opa auf Omas Grab alle drei Tage eine Kerze anzündet, dass es mal einen kleinen Bruder gab, der zeitig starb, dass es Leute gibt, die nach einer OP glauben, kurz im Himmel gewesen zu sein, und dass ein Freund einen toten Maulwurf im Garten begraben hat - das und noch vieles mehr sprudelt in lockerer Atmosphäre aus den Kindern heraus. Unbefangen begegnen sie dem Thema. Das zeigt auch die Auflistung von Dingen, die nicht schön sind. Da steht die 1:2-Niederlage im Fußball gleich neben Regenwetter und dem toten Opa. Das mag eigenartig klingen, aber scheinbar auch nur für erwachsene Ohren. "Kinder verarbeiten Verluste und Trauer anders. Wir versuchen, ihnen Ängste zu nehmen", so Orgis.

Das Projekt "Hospiz macht Schule" behandelt an fünf Tagen folgende Themen: Werden und Vergehen, Krankheit und Leid, Sterben und Tod, das Traurig-Sein sowie Trost und Trösten. Als Arbeitsmittel dienen Geschichten, Bücher, Filme - und vor allem Gespräche.

Zeitungsartikel der Freien Presse als PDF zum Download:

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